Lingenfelder Dorfmusikanten e.V.
Projektwoche

    Projektwoche für Schüler und Jugendliche


    Seit 1993 führen wir jährlich eine Projektwoche für Jugendliche durch, die durch unsere Jugendleiterin geplant und mit Unterstützung der Vorstandschaft durchgeführt wird.

    Sie findet immer während der Sommerferien statt. Die tragende Idee ist es, den Jugendlichen bei Musik, Spiel und Spaß abseits der gewohnten Umgebung ein Gemeinschaftserlebnis zu vermitteln und natürlich den Bezug zur Musik herzustellen und zu festigen.

    Innerhalb der Projektwochen werden viele Aktivitäten wie Tag- und Nachtwanderungen, Schwimmbad- und Museumsbesuche sowie Besuche von örtlichen Sehenswürdigkeiten und Touristenattraktionen durchgeführt. Die Jugendlichen, die sich auf das Jungmusikerleistungsabzeichen vorbereiten, nutzen die Zeit, um sich die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen. Die Projektwoche wird jeweils mit der Aufführung des gelernten - einem kleinen Konzert vor Eltern, Verwandten und Bekannten - abgeschlossen.


ProWo2010_Wilenstein


Bilder der Projektwoche 2010 auf Burg Wilenstein
Nachwuchsgewinnung

    Werbeaktionen und Nachwuchsgewinnung


    Nachwuchs kann man nie genug haben!

    Diesen Grundsatz verfolgt unsere Jugendleitung mit viel Engagement.

    An der örtlichen Grundschule werden regelmäßig Werbeveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Lehrern abgehalten. Dabei werden auch die Möglichkeiten, ein Musikinstrument für die Ausbildung auszuleihen, dargestellt. An finanziellen Zwängen soll die Ausbildung nicht scheitern!

    Jährlich findet ein Instrumententag für interessierte Kinder und Jugendliche - verbunden mit Tannenzweig- und Adventskranzaktion für die Jugendkasse statt. Bei dieser Gelegenheit kann ein Musikinstrument unter Anleitung unserer Aktiven ausprobiert werden.

    2010 hat sich bei dieser Gelegenheit unser Jugendorchester mit einigen Musikstücken präsentiert. Wir nutzen das Mitspielen im Jugendorchester bereits in einer sehr frühen Phase der Instrumentenausbildung. So soll der Schüler im Gemeinschaftsspiel und vor allem im Hören geschult werden. Ziel ist es, Freude am gemeinsamen Musizieren zu entwickeln und über den toten Punkt der Langeweile hinwegzukommen.

Nachwuchsgewinnung

Ausbildung
Wie verändert Musik das Gehirn?

    Wie verändert Musik das Gehirn?


    Klangwunder - Musik ist nicht nur angenehm, sie trainiert das Gedächtnis und setzt Heilkräfte frei.

    Keine andere Tätigkeit fördert so viele Hirnregionen - schon beim bewussten Zuhören!

    Ihre Botschaften, und das ist einzigartig, erreichen das gesamte Gehirn. Dabei ist Musik nichts als bewegte Luft, rhythmisch schwingende Luftmoleküle, die das Ohr in Nervenimpulse verwandelt. Die Musik entsteht im Kopf. Verschiedene Gehirnregionen sind an diesem Klangwunder beteiligt. Sie analysieren Tonlage, Frequenz und Klangfarbe. Intervalle, Harmonien, Dissonanzen; Melodie und Rhythmus. Bei Hirnuntersuchungen mit Bild gebenden Verfahren kam sogar heraus, dass die Areale für Musik bereits aktiv sind, wenn wir nur an Musik denken. Der berühmte Neurologe Oliver Sacks berichtet sogar von Patienten, die unter einer so schweren Form von Parkinson litten, dass sie von allein keine Bewegung machen konnten. Doch sobald sie Lieder hörten, konnten sie tanzen, singen und sich völlig frei bewegen. über vertraute Melodien finden Demente zu verloren geglaubten Erinnerungen zurück. Schlaganfallpatienten erlangen durch Musik ihre Sprachfähigkeit wieder. Musik entfesselt heilende Kräfte. Und im gesunden Körper trainiert sie das gesamte Gehirn. Sie verändert seine Struktur - ein Leben lang: So ist bei Musikern der Balken zwischen den Gehirnhälften dicker, Hör- und motorische Areale sind vergrößert. Auch bei Nichtprofis sind diese Veränderungen messbar. Schon nach 20 Minuten am Klavier, sogar beim Musikhören, vernetzen sich Nervenzellen und verbessert sich das Zusammenspiel der Gehirnhälften. Vor allem der Hyppocampus, das Tor zum Gedächtnis, wird stimuliert. Einzige Voraussetzung: Die Töne müssen harmonisch sein. Dann öffnet Musik die Pforten der Erinnerungen, zu den Reserven des Unbewussten. Und wir müssen dafür nichts weiter tun als die Auge zu schließen und zu genießen.

    (Aus: TV Hören und Sehen,Nr. 46, 21.11.2010)


in Bewegung

Musikalische Früherziehung

    Dies ist etwas für unsere Kleinsten ab 2 Jahre. In spielerischer Form wird den Kleinen im Vorschulalter die Musik nahegebracht. Es werden musikalische Geschichten erzählt, und jedes Tier oder jeder Gegenstand "hat" seine ganz bestimmte Tonfolge, z. B. Trommelschlag, Xylophon, Händeklatschen, usw. Immer, wenn in der Erzählung das Tier oder der Gegenstand erwähnt wird, wird die Tonfolge gespielt. Das erfordert schon eine gehörige Konzentration. "Musik erlebbar machen" ist der Grundsatz bei diesem Kurs.

Gruppe Musikalische Früherziehung

Blockflöte

    Nach der 2-jährigen "Musikalischen Früherziehung" wechseln die Kinder in die Blockflötengruppe. Diese Ausbildung richtet sich an Kinder im Grundschulalter. Das erste Instrument wird erlernt. Alle Fertigkeiten aus den Kursen 1 und 2 werden als Grundlage für die weitere Schulung herangezogen. Neben dem Erlernen der Notenwerte kommen Fingerfertigkeit, Atemtechnik, Notenlesen, Zählen und nicht zu vergessen das Hören auf die Mitspieler hinzu. Erstmals also die ganze Komplexität der Musik. Natürlich erfolgt der Aufbau vom Leichten zum Schweren. Den Kindern wird beigebracht, wie auch schwierige Musikstücke erlernt werden können.

    Hierzu stehen unsere bewährten Ausbilder/innen zur Verfügung. Sie haben die Ausbildung meist selbst durchlaufen und wissen deshalb genau, worauf es ankommt.

Gruppe Blockflöte

Ausbildung am Orchesterinstrument

    Etwa mit 10 Jahren kann mit der Ausbildung am Orchesterinstrument begonnen werden. Alle Kenntnisse und Fertigkeiten, die bisher erlernt wurden, werden zu Grunde gelegt. Ausgebildet wird an all den Instrumenten, die im aktiven Orchester vorhanden sind. Für die Schüler können Instrumente bereitgestellt werden, die gegen eine geringe Gebühr vom Verein vermietet werden. Die Ausbilder sind überwiegend aktive Musiker aus der Kapelle. Natürlich wird darauf geachtet, dass die Schüler nicht überfordert werden. Dennoch muss vor dem Preis der Schweiß gesetzt werden. Es dauert nun einmal seine Zeit, bis der Schüler etwas zustande bringt, das man anhören kann, und alle übungen, die den Schüler weiterbringen, sind nun einmal unbeliebt und eintönig. Wer übt schon gerne lange Töne, Tonleitern und Kadenzen? Deshalb hilft oft das Beispiel des Ausbilders, wenn er erzählt, wie es ihm in der Ausbildung so ergangen ist. Aber auch die Eltern können den jungen Musiker nicht genug ermutigen! Schließlich geht es um nicht weniger als eine Kunst zu erlernen, eine Kunst die bestimmt nicht jeder beherrscht!

    Die Ausbildung am Orchesterinstrument kann durch weiterführende Lehrgänge mit Anschlußprüfung fortgeführt werden. Dies sind:

    - C 1 - Lehrgang "Der Stimmführer/Registerführer im Musikverein"

    - C 2 - Lehrgang "Der Ausbilder im Musikverein"

    - C 3 - Lehrgang "Der Dirigent im Musikverein"

Projektwoche Querflöte

Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze

    Das JMLA in Bronze (D1 Prüfung) wird erworben durch eine Prüfung vor einer Kommission des Kreismusikverbandes Germersheim. Meist geht dieser Prüfung ein Lehrgang an einem oder mehreren Wochenenden voraus. Neben Spielen mit dem Instrument werden auch allgemeine Musikkunde, Musikgeschichte, Fertigkeiten wie Hören, Erlernen von Musikstücken, Zusammenspielen mit anderen Registern und Zusammenspielen im Orchester bewertet. Das JMLA in Bronze ist die niedrigste Stufe für unsere Musiker/innen und zugleich der Abschluss ihrer Elementarausbildung. Die Prüfung ist offiziell anerkannt. Das Bestehen dieser Prüfung ist Voraussetzung für die Aufnahme in das Aktivenorchester und für die Zulassung zu den nächst höheren Ausbildungsstufen.

    Unsere Schüler, die sich zur Prüfung melden, werden durch ihre Ausbilder gezielt vorbereitet. Nicht zuletzt die intensive Vorbereitungsarbeit in den Projektwochen ist einer der Gründe für ein überaus erfolgreiches Abschneiden unseres Nachwuchses.

Jungmusiker

Musikerleistungsabzeichen in Silber

    Die Vorbereitung zu dieser Leistungsebene erfolgt durch den Kreismusikverband in Lehrgangsform. Die entsprechenden Lehrgänge werden jeweils zu Jahresbeginn ausgeschrieben. Die Kosten der Lehrgänge werden durch die Teilnehmer getragen. Unsere Ausbilder bereiten die Teilnehmer zu dieser Prüfung gezielt vor und stehen selbstverständlich jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung. Der gezielten Ausbildung soll eine allgemeine Verbesserung auf allen Gebieten dienen. Erfolgreiche Prüflinge sind im Verbandsjugendorchester des Kreismusikverbandes Germersheim besonders gerne gesehen.

Bewegung

Musikerleistungsabzeichen in Gold

    Diese Ausbildung mit Prüfung baut auf die vorhergehende erfolgreiche Prüfung auf. Die Musikstücke werden umfangreicher und schwieriger. Beschäftigung mit abendländischer Musik, Kenntnisse über das Leben der Komponisten, auswendiges Spiel von Cha-cha-, Samba, Beguine, Slowrock- und Swing-Rhytmen auf dem Drumset, Transponieren, Formenlehre, Harmonielehre und vieles mehr sind die Voraussetzungen für das Bestehen des JMLA in Gold. Die Lingenfelder Dorfmusikanten haben bisher noch keinen Träger dieses Abzeichens mit dem Leistungsstand der heutigen Anforderungen.

Jungmusiker mit Ausbilder

Ausbildung zum Dirigenten

    Die Ausbildung setzt schon beträchtliche übung, Studien und Kenntnisse voraus, die hier gar nicht alle aufgezählt werden können. Ein hoher Zeitaufwand ist notwendig um alle Anforderungen zu erfüllen. Die Prüfung ist staatlich anerkannt und berechtigt zum Studium an einer staatlichen Hochschule. Wir hoffen, dass sich auch in Zukunft Idealisten aus unserem Verein für diese Prüfung finden. Eine Tätigkeit, die überaus fordernd ist, die auf der anderen Seite aber auch viel Freude und Anerkennung mit sich bringt.

Spiegelbild

Seiteneinsteiger

    Es besteht aber auch die Möglichkeit, als Seiteneinsteiger ein Instrument, das man schon früher einmal erlernt hatte, das man aber zwischenzeitlich aus verschiedenen Gründen nicht mehr regelmäßig oder gar nicht mehr spielt, wieder zu reaktivieren und alte Erkenntnisse wieder neu zu beleben. Vielleicht findet sich ja in der Familie oder der Verwandtschaft ein Musikinstrument, das nur darauf wartet, wieder zum Leben erweckt zu werden.

    Vielleicht gibt es jemanden, der aus beruflichen oder familiären Gründen früher keine Zeit hatte, um sein Hobby zu betreiben. Jeder, der den festen Willen dazu hat, kann ein Instrument erlernen. Davon sind wir fest überzeugt. Vom Alter her sind kaum Grenzen gesetzt. Es finden sich bei uns zahlreiche Beispiele dafür. Man muss es einfach nur wollen! Bei den Lingenfelder Dorfmusikanten sind sie an der richtigen Adresse.

Seiteneinsteiger